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Ein japanisches Unternehmen plant, bis 2050 einen Weltraumaufzug zu bauen

Ein japanisches Unternehmen plant, bis 2050 einen Weltraumaufzug zu bauen

Die in Tokio ansässige Obayashi Corp. hat am Montag ein Projekt zum Bau eines gigantischen Aufzugs vorgestellt, mit dem Passagiere zu einer Station transportiert werden sollen, die 36.000 Kilometer von der Erde entfernt ist.

Für das geplante Projekt zur Herstellung der Kabel für den Weltraumaufzug wird das Unternehmen Kohlenstoffnanoröhren verwenden, die 20-mal stärker als Stahl sind.

Die Idee von Weltraumaufzügen wurde in mehreren Science-Fiction-Romanen beschrieben. Nach Angaben des Unternehmens ist Obayashi jedoch der Ansicht, dass es dank der in den 1990er Jahren erfundenen Kohlenstoffnanoröhren möglich ist, eine solche in der realen Welt zu bauen.

Andere Organisationen haben ebenfalls die Entwicklung von Weltraumaufzügen untersucht, wie beispielsweise die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde (American Space and Aeronautical Agency).

Im Obayashi-Projekt müsste ein Kabel über 96.000 Kilometer oder etwa ein Viertel der Entfernung zwischen Erde und Mond verlängert werden. Ein Ende des Kabels würde in einem Raumhafen am Boden verankert sein, während das andere mit einem Gegengewicht ausgestattet wäre.

Die Endstation würde Labore und einen Wohnraum beherbergen. Die Kabine könnte bis zu 30 Personen mit 200 Stundenkilometern zum Bahnhof transportieren, was eine Fahrt von siebeneinhalb Tagen bedeuten würde. Laut Obayashi sind magnetische Linearmotoren eines der möglichen Antriebsmittel für die Kabine.

Nach Angaben des Unternehmens würden rund um die Endstation auch Stromerzeugungsanlagen aus Solarenergie geschaffen, um Energie auf die Erde zu übertragen.

Quelle: Nanowerk


Video: Der Weltraumaufzug - der einfachste Weg ins All? Harald Lesch (September 2020).