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OpenSocial von Google und Myspace

OpenSocial von Google und Myspace

Google und MySpace treten gemeinsam gegen Facebook an

Nach wochenlangen Gerüchten und Spekulationen wird Google diese Woche voraussichtlich OpenSocial starten, eine Reihe von APIs für soziale Netzwerke. Auf diese Weise können teilnehmende Netzwerke Facebook folgen und ihren Nutzern eine verbesserte Erfahrung bieten.

Das Ziel von OpenSocial ist es nicht, auf der Ebene der sozialen Netzwerke direkt mit Facebook zu konkurrieren, sondern das Gleiche wie Facebook mit seiner API anzubieten, sondern auf kostenlose und universelle Weise auf alle sozialen Netzwerke anzuwenden, die teilnehmen möchten.

Derzeit verwendet die Facebook-API eine eigene Markup- und Abfragesprache (FBML und FQL), mit dem Nachteil, dass Entwickler, die Anwendungen und Widgets für diese Plattform erstellen möchten, lernen müssen, diese Sprachen zu verwenden. Die Google-API hingegen ist viel mehr benutzerfreundlich Entwickler können damit Sprachen verwenden, mit denen die meisten bereits vertraut sind, z. B. HTML, JavaScript und sogar Flash.

Die drei von Google bereitgestellten Standard-APIs sind:

  • Nutzerinformation,
  • Informationen von Freunden und
  • Aktivitäten.

Darüber hinaus bietet Google Entwicklern eine „Sandbox“ an, in der sie ihre Anwendungen auf Orkut testen können. Der Bereich ist bereits unter der Adresse http://sandbox.orkut.com/ betriebsbereit.
Jedes soziale Netzwerk kann OpenSocial verwenden, und eine Reihe von Namen haben sich bereits der Initiative angeschlossen, darunter LinkedIn, Orkut, Friendster, Salesforce, Ning, Hi5, Plaxo, Viadeo und Oracle. Entwickler wie iLike, Flixter und Slide haben sich ebenfalls angeschlossen. Jeder, der Anwendungen dieser Art entwickeln möchte, kann dies hier tun.
Eine der Kritikpunkte, die OpenSocial zunächst vorbrachte, war das Fehlen wichtiger Namen wie Amazon, eBay oder Microsoft in der Teilnehmerliste. etwas, das den Erfolg der Initiative bestimmen könnte. Vor einigen Tagen gab MySpace jedoch bekannt, dass es mit Google zusammenarbeiten und OpenSocial unterstützen wird. Laut dem Mitbegründer und CEO von MySpace, Chris DeWolfe, können Entwickler auf diese Weise eine groß angelegte Distribution erstellen, ohne für jede Plattform eine spezifische Entwicklung durchführen zu müssen. Die Entscheidung von MySpace ist wahrscheinlich auf den Versuch zurückzuführen, den wachsenden Erfolg von Facebook einzudämmen, der zu einem erheblichen Verlust von MySpace-Nutzern geführt hat.


Video: What Killed MySpace? It Wasnt Facebook (September 2020).